Was ist Meditation?

Meditieren bedeutet bewusstes Ruhen in dir selbst, einen klaren und ruhigen Geist zu haben und mit deiner Göttlichkeit in Verbindung zu treten – um dich selbst, dein wahres göttliches Selbst zu spüren. Immer wenn du etwas tust und du mit Freude dabei bist, gehst du in einen meditativen Zustand und bist im Hier und Jetzt.
Wenn du einen klaren und ruhigen Geist hast nimmst du die Gegenwart bewusst wahr, so wie sie ist und nicht so wie du sie gerne hättest. Wenn du die Gegenwart so annimmst wie sie ist, empfindest du keinen Stress. Denn Stress ist eine Folge davon, wenn der Geist mit der Realität nicht zurecht kommt. Jetzt wirst du vielleicht Einwände haben, da du einen sehr vollgepackten Alltag, mit wenig Erholungsphasen hast. Doch wenn du einmal überlegst ist oftmals gar nicht  der volle Alltag das Hauptproblem, sondern die Momente und Situationen, in denen du dich über andere Menschen oder dich selber ärgerst du dich dem allen so ausgeliefert fühlst. Würdest du es schaffen Umstände anders, vor dem Hintergrund deiner Göttlichkeit und deiner damit gegebenen Macht, zu bewerten und daraus heraus andere Lösungen zu finden, würdest du dich nicht so gestresst fühlen.
Aber warum fühlen Menschen sich oft gestresst und überfordert mit ihrem Leben? Der Grund dafür liegt an dem Gefühl des Getrennt-Seins, welches eine grundlegende Voraussetzung für das Leben auf der Erde ist. Alle Lebewesen kommen/inkarnieren auf die Erde, um Erfahrungen zu machen und zu sammeln. Zum besseren Verständnis versuche ich eine kurze Erklärung zu geben in irdische/materielle Welt und himmlische Welt. In der himmlischen Welt sind wir alle Eins, ganz verbunden mit der Schöpferkraft. Einheit bedeutet u.a., dass keine Erfahrung möglich ist. Denn um etwas erfahren zu können, muss es ja Zeit und Raum geben. Und es muss einen Anderen geben, der wahrgenommen wird und ein Raum-/Zeit-Kontinuum, in dessen Rahmen mit all den sinnlichen Bedingungen wie Hören, Sehen usw. wahrgenommen werden kann.
In der irdischen/materiellen Welt haben wir einen freien Willen, können Denken, Handeln, Fühlen und in Raum und Zeit denken. Diese Befähigungen sind Instrumente, die uns glauben machen, dass wir von Gott getrennt sind. Als Kinder haben wir noch einen engen Bezug zur Einheit und zu unserer Göttlichkeit gehabt. Doch aufgrund unserer gesellschaftlichen Prägungen sind wir so erzogen worden, dass wir falsch sind, so wie wir sind und dass Körperlichkeit etwas Schlechtes ist. Das hat dazu geführt, dass wir unseren göttlichen Teil verleugnen.
Wenn du es schaffst bewusst in dir selbst zu ruhen und einen klaren und ruhigen Geist zu haben, kannst du deinen göttlichen Teil spüren. Wenn du deinen göttlichen Teil spürst, bist du in engen Kontakt mit der Schöpferkraft/ mit der Einheit.
Den göttlichen Teil zu spüren ist keine Erfahrung im üblichen Sinne, da wir in diesem Zustand wieder mit dem Zustand der Einheit verschmelzen. Dieses Verschmelzen können wir leider nicht direkt spüren, sondern erst nachdem wir wieder im Zustand der Trennung von der Einheit sind, so quasi als Echo oder Nachhall. Doch diese Erfahrung beeinflusst nachhaltig unsere Persönlichkeit, unsere Wahrnehmung, unsere Bewertungsmaßstäbe, unsere
Motivationsstrukturen und unser Gefühlsleben.
Wenn wir lernen immer öfter den Zustand der Einheit einzunehmen, werden wir ausgeglichener, entspannter, selbstbewusster, gesünder, schöpferischer, fröhlicher und lustfähiger sein. Denn dann ist unser Zustand des Göttlich sein nicht nur ein Glaube, sondern eine wiederholbare Erfahrung.
Wenn wir im alltäglichen Leben meditative Zustände einnehmen können, wird das Leben leichter sein, da die Konzentration, das Einlassen auf Lernen oder eine andere Tätigkeit – auch unter ungünstigen Bedingungen – sehr erleichtert wird und die Beschäftigung im allgemein angenehmer, reibungsloser wird. Es stellt sich schnell ein Flow-Zustand ein, indem Kreativität, Belastbarkeit und Schaffenskraft deutlich gesteigert wird und etwaige disharmonische Auswirkungen einer Beschäftigung wesentlich gemindert werden.
Ein Auto im Zustand der Meditation zu fahren oder eine schwere Maschine zu bedienen, ist sicherer als unter Stress!

Meditation ist nicht Flucht vor der Wirklichkeit oder lächelnd durch die Welt zu laufen oder „Weggetreten sein“ oder „Abgehoben-Sein“ oder „Tieftrance“, sondern einen klaren und ruhigen Geist zu haben.

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